Adolf-Hitler.ch > Hitler heute

Hitler heute

Das Schlagwort Hitler bzw. der Begriff Adolf Hitler wird heute besonders gern als Totschlag-"Argument" benutzt bzw. als Totschlag-Keule gegen mißliebige Meinungen oder Menschen jeder Art.

Aus aktuellem Anlaß (siehe oben) daher diese neue Rubrik auf Adolf-Hitler.ch. Quelle ist (auch hier) Wikipedia:

Godwins Gesetz (Englisch: Godwin’s law) ist ein Begriff aus der Internetkultur, der von dem Rechtsanwalt und Sachbuchautor Mike Godwin 1990 geprägt wurde.

Es besagt, daß im Verlaufe längerer Diskussionen mit zunehmender Dauer die Wahrscheinlichkeit, daß jemand einen Nazi-Vergleich einbringt, gegen den Wert Eins tendiert. Ähnlich wie Murphys Gesetz enthält es eine sarkastische oder auch ironische Dimension.

Auf Englisch lautet die Regel:

“As an online discussion grows longer, the probability of a comparison involving Nazis or Hitler approaches one.”

„Mit zunehmender Länge einer Online-Diskussion nähert sich die Wahrscheinlichkeit für einen Vergleich mit Hitler oder den Nazis dem Wert Eins an.“

Mike Godwin

Wie fast alle „Nutzernetz-Gesetze“ ist auch das Godwinsche Gesetz keine naturwissenschaftliche Regel, sondern eine Vorhersage auf Grundlage der Erfahrung. Godwins Gesetz wird häufig nicht nur bei „Nazi“-Vergleichen, sondern auch anderen moralisch belegten Formeln herangezogen.

Als informelle Maßeinheit ist in Frankreich mindestens seit 2005 der Point Godwin (Godwinpunkt) nachzuweisen, ein Wortspiel, da „Point“ sowohl „Punkt“ als auch „Argument“ bezeichnen kann. Point Godwin werden typischerweise mit einer Perforation zum Ausschneiden vom Bildschirm angeboten oder überreicht.

Als das vermeintliche Gesetz in den frühen 1990ern bekannt wurde, war Godwin juristischer Berater der "Electronic Frontier Foundation".

Weil Godwin den in Nutzernetzen weitverbreiteten Diskussionsstil, seine Diskussionsgegner mit Nazivergleichen zu diskreditieren, unlogisch und anstößig fand, richtete er das Gesetz als ein Gegen-Mem ein.

Sein Ziel war es nicht, Diskussionen zu beenden, sondern Diskussionsteilnehmer dafür zu sensibilisieren, ob ein Vergleich mit den Nationalsozialisten oder Hitler angemessen oder bloß eine rhetorische Übertreibung ist.

Richard Sexton behauptet, dass das Gesetz eine Formalisierung seines Postings vom 16. Oktober 1989 sei:

“You can tell when a USENET discussion is getting old when one of the participents [sic!] drags out Hitler and the Nazis.”

„Sobald in einer Usenet-Diskussion einer der Teilnehmer Hitler und die Nazis auftischt, ist sie am Ende.“

Richard Sexton

Teilweise wird diese Interpretation angewendet, ohne zu überprüfen, ob der Nazi-Vergleich im Kontext legitim sein könnte.

Zudem wird oftmals der Autor des Vergleiches zum Verlierer der Diskussion erklärt.

Der Text von Godwin’s law sagt jedoch weder aus, daß ein solcher Vergleich bedeute, daß die Diskussion vorbei sei, noch besagt er, daß der Verlierer gefunden sei.

Häufig verschiebt sich die Diskussion nach der Erwähnung von Godwin jedoch zu einer Diskussion darüber oder über das Nazi-Thema. Damit verläßt der Strang (Englisch "thread") das ursprüngliche Thema, sodaß die vorherige Diskussion nicht mehr fortgeführt wird.

Login Letzte Änderung:
March 01. 2017 20:20:58
Powered by CMSimple