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Euthanasieprogramm

Zur Zeit des Nationalsozialismus wurden die Massentötungen unter der euphemistischen Überschrift „Euthanasie“ oder „Aktion Gnadentod“ vollzogen. Die „Aktion“ wurde auch als Vernichtung lebensunwerten Lebens, NS-Krankenmorde bekannt.

In der Nachkriegszeit war für das mittlerweile gebräuchliche Kürzel Aktion T4 die Berliner Bürozentrale, eine Villa in der Tiergartenstraße 4, namensgebend. Während der NS-Zeit befand sich dort die Zentrale für die Leitung der Ermordung behinderter Menschen im gesamten Deutschen Reich.

Unterschieden werden heute nach Art der Steuerung die drei verschiedenen Phasen Kinder-, Erwachsenen- und dezentrale „wilde“ Euthanasie. In den erhaltenen zeitgenössischen Quellen findet sich die Bezeichnung „Aktion T4“ nicht. Dort wurde der Begriff „Aktion“ – oder auch mit einem vorangestellten Kürzel für Euthanasie („Eu-Aktion“ bzw. nur „E-Aktion“) – verwendet.

Über lange Zeit stand das Wort Euthanasie, vom griechischen ευθανασία, von eu~ gut, richtig, leicht, schön und thanatos Tod, für den selbst gewählten „guten Tod“ als die Selbsttötung. Durch die tausendfache Ermordung Behinderter, Kranker, Kinder und Alter im Nationalsozialismus aus ökonomisch-materiellen Erwägungen läßt sich das Wort in Deutschland auf absehbare Zeit kaum ohne Verbindung zu dieser Verwendung benutzen.

 

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March 01. 2017 20:20:58
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