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Die frühen Jahre

Hitlers Familie stammte aus dem niederösterreichischen Waldviertel an der Grenze zu Böhmen. Seine Eltern waren der Zollbeamte Alois Hitler (1837-1903) und dessen dritte Frau Klara Pölzl (1860-1907). Alois trug als unehelicher Sohn von Anna Maria Schicklgruber (1796–1847) 39 Jahre lang deren Familiennamen. Sie hatte sechs Jahre nach seiner Geburt Johann Georg Hiedler (1792–1857) geheiratet, der sich zeitlebens nicht zum Vater von Alois erklärte.

1876 ließ ihn sein jüngerer Bruder Johann Nepomuk Hiedler (1807–1888), in dessen Haushalt Alois aufgewachsen war, als dessen Vater nachträglich amtlich beurkunden und seinen Nachnamen auf Hitler ändern. Klara Pölzl war seine Enkelin.

Johann Nepomuk selbst gilt manchen Historikern jedoch ebenfalls als möglicher Vater von Alois; dann wäre Klara Pölzl dessen Nichte ersten Grades gewesen.

Adolf Hitler hatte drei ältere Geschwister, die noch vor seiner Geburt starben, zwei jüngere, von denen nur seine Schwester Paula das Erwachsenenalter erreichte, sowie zwei Halbgeschwister aus der zweiten Ehe des Vaters: Alois junior und Angela. Sie wuchsen nach dem Tod ihrer Mutter im Haushalt von Hitlers Eltern auf.

1908 äußerte sich Hitler dankbar für seinen geänderten Familiennamen.

Seit 1923 verschwieg er aus politischen Gründen manche Details seiner Herkunft.

1930 verbot er seinem Halbbruder Alois Hitler junior und dessen Sohn William Patrick Hitler, sich in Medien als seine Verwandten vorzustellen, da seine Gegner seine Herkunft nicht kennen dürften. Er wollte das öffentliche Interesse an seiner Abstammung beenden.

 Als ausländische Medien 1932 öfter jüdische Vorfahren Hitlers behaupteten, ließ er zwei Genealogen seinen Stammbaum erforschen und 1937 veröffentlichen. Nach dem „Anschluss“ Österreichs 1938 ließ er die Heimatdörfer seiner Eltern und Großeltern, Döllersheim und Strones, zum militärischen Sperrgebiet erklären, Gedenktafeln für seine Vorfahren entfernen und für einen großen Truppenübungsplatz bis 1942 alle etwa 7000 Einwohner vertreiben. Das Ehrengrab seiner Großmutter wurde zerstört; die Taufakten ihrer Familie wurden bewahrt.

Der Journalist Wolfgang Zdral vermutet, dass Hitler damit weitere Zweifel an seinem „Ariernachweis“ unterbinden und Inzest-Vorwürfen wegen der Blutsverwandtschaft seiner Eltern vorbeugen wollte. Die von dem Nationalsozialisten Hans Frank 1945/46 aufgestellte, 1953 postum veröffentlichte „Frankenberger-These“ eines möglichen jüdischen Großvaters Hitlers hat der Hitlerbiograf Werner Maser 1971 widerlegt.

 

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March 01. 2017 20:20:58
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